BUND beantragt Stilllegung von Block B des AKW Biblis

Der hessische Landesverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat beim Hessischen Umweltministerium die vorläufige Stilllegung von Block B des AKW Biblis beantragt. Es sei nicht auszuschließen, dass Rohre im Bereich des Notkühlsystems den Belastungen nicht standhalten, da der entsprechende Sicherheitsnachweis in Form von Prüfstempeln auf den Rohren fehle, schreibt der BUND in einer Mitteilung

Der BUND beruft sich auf einen Bericht des ARD-Magazins Kontraste vom 3.12.2009. Darin hatte ein Prüfingenieur der Aussage von RWE widersprochen, wonach die entsprechenden Stempelfelder der Rohre im Notkühlsystem nur deswegen nicht mehr sichtbar seien, weil die Stempelfelder beschliffen und dadurch entfernt worden seien.

Wörtlich äußerte der Prüfingenieur in dem Kontraste-Beitrag: ,,Nein. Ich habe bei diesen Stempelfeldaufnahmen keine Abschleifungen gesehen. Ich kann das deswegen verneinen, weil ich zu der damaligen Zeit diese Stempelfelder gesucht habe und um dies auszuschließen, dass Abschleifungen eventuell die Stempelfelder entfernt waren, habe ich mit besonderem Augenmerk darauf geschaut!’´

Der BUND kritisiert, dass weder durch die Bundesatomaufsicht noch durch das Hessische Umweltministerium als Landesatomaufsicht dem Vorwurf der fehlenden Stempel bzw. der zweifelhaften Einlassung der RWE durch unabhängige Sachverständige nachgegangen wurde.

Thomas Rahner, BUND-Vorstandssprecher: ,,Wenn unklar ist, in welchem Sicherheitszustand sich die Rohrleitung im Block B vom AKW Biblis befindet, hätte Biblis B nicht wieder angefahren werden dürfen. Dies widerspricht dem Atomgesetz. Wir fordern deshalb bis zur endgültigen Klärung der hier aufgeworfenen sicherheitsrelevanten Fragen, dass das Atomkraftwerk Biblis, Block B, stillgelegt wird.’´

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