AKW Biblis: Pfusch am Bau

Berliner Ztg, 28. September 06

Pfusch am Bau

Wasser im Keller, geflickte Leitungen, ungenaue Reparaturpläne – was ein ehemaliger Wartungsingenieur bei Arbeiten im Atommeiler Biblis erlebteFrank Nordhausen

BIBLIS. „Ich gehe da nicht rein. Da stimmt was nicht.““Sie gehen da rein. Wenn Sie’s nicht tun, dann können Sie sich Ihre Papiere holen. Sofort.““Also bin ich reingegangen“, sagt Hans Brenner.

Im Schacht war es dunkel. Brenner hatte nur eine Taschenlampe dabei. Dann sah er die Tropfen am Rohr. Auf dem Boden hatte sich Wasser gesammelt. An den Wänden konnte er weißliche Ränder sehen. Brenner kannte das. Man nennt diesen Belag Salzausblühungen. „Das passiert, wenn Beton zu lange unter Wasser steht“, sagt er. So etwas sollte es hier nicht geben. Auch kein tropfendes Wasser und keinen Rost.

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50 Jahre Kernforschungszentrum Karlsruhe

Am vergangenen Sonntag feierte das Kernforschungszentrum Karlsruhe sein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür unter dem Motto „Entdecke was dahinter steckt“. AKW-GegnerInnen halfen den Gästen bei der Umsetzung dieses Mottos mit einer Gegenöffentlichkeitsaktion und Infomaterial. Der Gründungsauftrag FZK ist bis heute Programm: Atomare Erfüllungsgehilfen im Auftrag der Politik und vor allen Dingen der Atomindustrie.

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Atomausstieg selber machen

Stromwechsel jetzt!

http://www.atomausstieg-selber-machen.de

(Berlin, 26. September 2006: PE verschiedener Umweltverbände)

Umweltverbände, Verbraucherschutzorganisationen und Anti-Atom-Initiativen rufen die atomkritische Mehrheit in Deutschland auf, ihre Vertragsbeziehungen zu den Atomstromproduzenten zu beenden und massenhaft zu Ökostromern zu wechseln. Private Haushalte, Gewerbe und Unternehmen sollen so gegen die einseitige Aufkündigung des so genannten Atomkonsenses durch den Essener Stromriesen RWE und die anderen drei Atomstromproduzenten E.ON, Vattenfall und Energie Baden-Württemberg (EnBW) vorgehen. Die Organisationen, die zusammen mehrere Millionen Mitglieder repräsentieren, reagieren mit einem gemeinsamen Aufruf »Genug ist genug – Atomausstieg selber machen!« auf den Antrag des Essener Stromkonzerns RWE, den ältesten Atomreaktor in Deutschland, das AKW Biblis A, mindestens drei bis vier Jahre länger zu betreiben als im Atomausstiegsgesetz vorgesehen.
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