PM: CASTOR-Transport am 11. November im Raum Karlsruhe erwartet

PRESSEERKLÄRUNG 10. November 2006

Atommüllzug vom französischen La Hague nach Gorleben soll gegen
Mittag die deutsch-französische Grenze erreichen. Weitere Transportroute
möglicherweise über Mannheim – Darmstadt.

Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen soll der CASTOR-
Transport am 11. November gegen 14:30 Uhr Lauterbourg an der deutsch-
französischen Grenze erreichen.

Die weitere Transportstrecke ist noch unbekannt, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Route Karlsruhe – Mannheim – Darmstadt gewählt wird.

In Wörth wird es in Bahnhofsnähe am 11. November ab 12 Uhr einen Infopunkt geben.

Hintergrund

Mit dem diesjährigen CASTOR-Transport sollen insgesamt 12 Behälter mit radioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben transportiert werden. In Gorleben befinden sich derzeit in einer Stahlbetonhalle, die lediglich als Wetterschutz dient, 68 CASTOR-Behälter.
Die Erkundungsarbeiten im Gorlebener Salzstock, der als mögliches Endlager vorgesehen ist, sind derzeit unterbrochen. Jeder CASTOR-Transport bedeutet jedoch eine weitere Vorfestlegung auf den von Wassereinbrüchen bedrohten Salzstock als Endlagerstandort.

Zudem ist die Sicherheit der CASTOR-Behälter nicht durch reale Falltests überprüft worden, sondern lediglich durch fehlerhafte Simulationsrechnungen. Bei einem Unfall während des Transports kann es zum Austritt von Radioaktivität kommen.

Seit Juli 2005 sind Atommülltransporte aus Deutschland in die’  Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield nicht mehr zulässig.
Da sich in La Hague und Sellafield jedoch noch große Mengen deutschen Atommülls befinden, wird es auf unabsehbare Zeit Rücktransporte nach Deutschland geben.

Weitere Informationen zum CASTOR-Transport gibt es bei der Pressestelle der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen oder auf den Internetseiten
http://www.castor-stoppen.de, http://neckarwestheim.antiatom.net oder
http://www.castor.de.

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