Mehr als 2000 DemonstrantInnen bei Kundgebung in Berg

Auftakt zu Protestaktionen in Südwestdeutschland gegen CASTOR-Transport mit mehr als 2000 TeilnehmerInnen. Kritik an umfangreichen Personenkontrollen der Polizei.

Mit einer Kundgebung in Berg / Rheinland-Pfalz haben heute vormittag mehr als 2000 AtomkraftgegnerInnen gegen den anstehenden CASTOR-Transport demonstriert, der um die Mittagszeit in der Pfalz erwartet wird.

In ihren Beiträgen thematisierten die Redner von IPPNW, dem BUND Rheinland-Pfalz und den GRÜNEN in Mannheim die Gefahren des AKW-Betriebs und den Zusammenhang zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atomenergie.

Wolfgang Raufelder betonte, dass in den 6 Atommeilern in Südwestdeutschland bislang fast 2000 Störfälle aufgetreten sind. Trotzdem sollen die Reaktoren in Biblis, Neckarwestheim und Phillipsburg nach dem Willen der Bundesregierung noch jahrelang weiterlaufen.
„Dies geschieht ohne die geringste sicherheitstechnische Nachrüstung“, kritisierte der Vertreter der GRÜNEN in Mannheim.

Ulrich Mohr vom BUND Rheinland-Pfalz hob hervor, dass Atomstrom alles andere als billig sei und warf den Fürsprechern der Atomenergie „Wahrheitsverdrehungstaktik“ vor: „Wir Steuerzahler haben bisher 203,7 Milliarden Euro an Förderung für die Atomindustrie aufbringen müssen“ – und die Kosten für die sichere Lagerung des Atommülls über Millionen von Jahren sind hierbei noch nicht eingerechnet.

Harsche Kritik äußern die AtomkraftgegnerInnen an den Personenkontrollen der Polizei: „Auf dem Weg zur angemeldeten Kundgebung wurden die Personalien zahlreicher Demonstrationsteilnehmer kontrolliert. Es ist davon auszugehen, dass hier auch ein Abgleich mit ominösen Datenbanken erfolgt ist. Gegen diese skandalöse Vorgehensweise, mit der die Protestierenden eingeschüchtert werden sollen, protestieren wir aufs Schärfste“, so ein Sprecher der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen.

Zur Stunde bewegt sich ein Demonstrationszug durch das pfälzische Berg in Richtung Bootshaus, wo am Nachmittag eine weitere Kundgebung stattfinden wird. Der Grenzübertritt des CASTOR-Zugs wird gegen 12:30 Uhr erwartet.

Rückfragen richten Sie bitte an das
Presseteam der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen

Andreas Raschke, Holger Hildebrand, Eric Tschoep
Tel.: 0175/2888422
Email: presse@castor-suedblockade.de
http://www.atomaustieg-sofort.de/

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