Schöne Bescherung – Biblis abschalten!

Anti-Atom-Aktionsbündnis Rhein-Main-Neckar und südwestdeutsche anti-atom-Initiativen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg rufen zu Protestkundgebung am 15.12.07 vor dem AKW Biblis anlässlich der bevorstehenden Wieder-Inbetriebnahme von Block A auf.
„Auch neue Dübel werden nicht verhindern, dass auch in Zukunft vom AKW Biblis Radioaktivität an die Umwelt abgegeben wird und die Leukämierate von Kindern in der Nähe des AKW deutlich erhöht ist“, betonen die AtomkraftgegnerInnen.

Nach über einjährigem Stillstand soll das AKW Biblis wieder ans Netz genommen werden. Nachdem Block B bereits Anfang Dezember wieder zugeschaltet wurde, soll Block A in den nächsten Tagen folgen. Aus diesem Anlass rufen das Anti-Atom-Aktionsbündnis Rhein-Main-Neckar und Anti-Atom-Initiativen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu einer Protestkundgebung vor dem AKW am 15.12.07 ab 14 Uhr auf.
„Wir wollen mit unserem Protest darauf aufmerksam machen, dass auch die neuen Dübel im AKW Biblis an den grundsätzlichen Gefahren der Atomkraft nichts ändern“, so eine Sprecherin der AtomkraftgegnerInnen.

In der vergangenen Woche war eine Studie veröffentlicht worden, die nachweist, dass im Umkreis um deutsche AKW die Leukämieraten bei Kindern deutlich höher liegen als bei Kindern, die nicht in der Umgebung von AKW leben.
„Selbst im so genannten Normalbetrieb gibt ein AKW Radioaktivität an die Umwelt ab, auch wenn die Betreiber das gerne verschweigen; vor diesem Hintergrund sind die erhöhten Leukämieraten für uns nicht überraschend“, so die Sprecherin weiter.

Die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ist bis heute ungelöst, weltweit gibt es kein Endlager für Atommüll, das die notwendige Sicherheit über Millionen von Jahren gewährleisten kann.

„Im AKW Biblis hat es in der Vergangenheit beinahe täglich Pannen gegeben. Wir fordern, dass Block A gar nicht erst wieder in Betrieb geht und Block B wieder abgeschaltet wird“, fordern die AtomkraftgegnerInnen. „Die neuen Dübel werden die Gefahr eines Unfalls kaum vermindern. Wir wenden uns entschieden gegen die beantragte Laufzeitverlängerung für das AKW Biblis!“

Der Betreiber des AKW Biblis, die RWE AG, hat im September 2006 einen Antrag auf Laufzeitverlängerung für Block A des AKW gestellt, über den noch nicht endgültig entschieden ist. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass die einjährige Abschaltung nicht nur dem Austausch fehlerhafter Dübel diente, sondern die Dauer bewusst verlängert wurde, um die noch zulässige Restlaufzeit von Block A über die nächste Bundestagswahl hinaus zu strecken.

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