Erfolgreiche Proteste zum weltweiten Klimaaktionstag in Mannheim

„Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge“: Protestaktion gegen regionalen Energieversorger MVV im Kundenzentrum Breite Straße. Verzicht auf Neubau des Block 9 im Großkraftwerk Mannheim (GKM) und Umstieg auf erneuerbare Energien gefordert.

Anlässlich des Klimaaktionstags haben in Mannheim heute gegen 12 Uhr etwa 100 Menschen am Kundenzentrum der MVV AG gegen den geplanten Neubau eines Kohlekraftwerks protestiert.
In Heidelberg waren schon am Morgen zahlreiche Menschen unter dem Motto „Lieber Kalorien als Kohle verbrennen“ zu einer Fahrraddemonstration nach Mannheim aufgebrochen.
Das Straßentheaterstück „Die Kraft der Sonne besiegt das GKW“ stieß bei den PassantInnen auf reges Interesse; an einem Infostand wurde über die Gefahren eines Kraftwerksneubaus insbesondere für den Klimaschutz informiert.

Der zu einem Gespräch über Alternativen zum Kraftwerksneubau eingeladene Vorstand der MVV AG, Herr Dr. Schulten, war der Einladung nicht gefolgt und ließ sich durch seinen Pressesprecher vertreten. „Auch wenn Herr Dr. Schulten grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, werden wir ihn an seinen Handlungen messen“, so Erhard Renz vom „Sonnenfleck“ aus Bürstadt. In der kommenden Woche soll voraussichtlich bei MVV, RWE und EnBW die Entscheidung über den Neubau im Großkraftwerk Mannheim fallen.

„Die MVV hat den vor einem Jahr übergebenen Fragenkatalog von MetropolSolar und dem Umweltforum Mannheim zum Kraftwerksausbau immer noch nicht beantwortet. Hätten sich die Verantwortlichen mit den gestellten Fragen zur CO2-Bilanz und zu den künftigen Kosten für CO2-Zertifikate näher beschäftigt, wäre ihnen klar geworden, dass alles gegen den Neubau spricht“, so Diplom-Volkswirt Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar.

Matthias Weyland, Geschäftsführer des BUND Neckar-Odenwald, macht deutlich: „Ein Neubau hätte eine massive Erhöhung des CO2-Ausstoßes für die nächsten 40 Jahre zur Folge. Wir fordern statt dessen, die erneuerbaren Energien in der Region auszubauen und effiziente Technologien zur dezentralen Energieversorgung wie Blockheizkraftwerke zu fördern, statt mit dem Neubau die Wärme-Überschüsse im Mannheimer Fernwärmenetz weiter zu erhöhen und alle Anstrengungen zur Heiz-Energieeinsparung ad absurdum zu führen.“

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