Keine weiteren atomaren Neubauten, keine weiteren Castortransporte.

Keine weiteren atomaren Neubauten, keine weiteren Castortransporte.

Nicht nach Gorleben, nicht nach Biblis, Philippsburg und anderswo.

Die Bundes und Landesregierungen wollen bis Ostern den Verbleib der restlichen in La Hague und Sellafield gelagerten Castorbehälter klären und zeigen dabei nie zuvor gesehenen Aktionismus und staatstragendes Gehabe.
Von Verantwortung ist die Rede, von nationaler Verantwortung, von Glaubwürdigkeit und Pflichtbewußtsein.
Es sei ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einem konsensionalen Umgang mit dem Atommüll hin zu einem gemeinsamen Endlager, so soll uns suggeriert werden.
Aber es ist doch alles nur Schein, der uns blenden soll.
Wo ist denn die nationale Verantwortung, wenn es um das Verschieben von atomaren Lasten aus dem „Brennstoffkreislauf“ geht, wenn es um die Exporte aus der UAA Gronau oder der Brennelementefabrik in Lingen geht. Dort wird täglich der atomare Müllberg vergrößert, im internationalen Geschäft der beteiligten Konzerne, ganz ohne den moralischen Beistand der Politikergarde. Aber beim Atommüll aus abgebrannten Brennelementen deutscher AKWs, da sollen wir, die BürgerInnen, uns zur nationalen Verantwortung bekennen und den hochradioaktiven Müll zurücknehmen. Diese Politik ist verlogen und feige. Wer ernsthaft ein Ende der Atomkraft möchte und ernsthaft mit den atomaren Altlasten umgehen möchte, der muss zu erst jegliche weitere Atommüllproduktion unterbinden. Und zwar hier in Deutschland und im Ausland.

Wer einen Konsens in der Frage der Endlagerung erreichen will, der muss diese auf einer Debatte mit Bürgerbeteiligung auf höchster Transparenz gründen. Und nicht auf einer eingeengten Endlagerkommission mit vorgegebenen Ergebnissen. Das kostet Zeit, richtig, aber wir haben tausende von Jahren Zeit, uns den besten möglichen Weg im Umgang mit den atomaren Altlasten zu erarbeiten. Es wird keine grüne Wiesen geben, wo einst Atomanlagen standen, nicht in Tschernobyl, nicht in Fukushima und auch nicht in Biblis oder Neckarwestheim.

Der so genannte Rückbau der alten Meiler muss in der jetzigen Form gestoppt werden. Strahlung lässt sich nicht abschalten, das Zerlegen und Freimessen von atomaren Bauteilen führt lediglich zu einer breiteren Kontamination. In Wahrheit bietet es den Atom-Konzernen die einzige Möglichkeit, die Atommüllmenge soweit zu verringern, dass die als mögliche Endlagerstandorte angegebenen geologischen Formationen ausreichende Kapazität besitzen. Sollten nämlich tatsächlich alle strahlenden Teile der atomaren Anlagen in Endlager eingemottet werden, gäbe es dafür nirgends genug Platz.

Das zeigt das Dilemma, in dem die Politiker sich befinden, wenn sie schnelle Lösungen propagieren, sie vergrößern und verlagern das Problem. Den Preis für diesen schnellen Abbau tragen die zukünftigen Generationen, wenn aus Atommüll Straßenbaumaterial oder Küchenutensilien werden, in denen sich immer noch ionisierendes Material verbirgt. Es ist lediglich ein willkürlich festgelegter Grenzwert, der den Unterschied macht zwischen Strahlenmüll und Bratpfanne.

Zu guter Letzt wird uns AtomkraftgegnerInnen dann vorgeworfen, wir stehen Lösungen im Weg, wir verweigern uns einer Debatte oder wir blockieren konstruktive Prozesse. Denn irgendwo hin müsse er ja, der Atommüll.
Aber so einfach ist es nicht, gerade wir wollen sehr wohl an einer atomkraftfreien Zukunft mitgestalten, wir wollen offene Debatten an Schulen, an Universitäten, in Parlamenten, auf Bürgerforen, die die ganze Bandbreite der Entsorgungsproblematik thematisieren. Und über diese Debatten möchten wir die Menschen mitnehmen, tatsächlich die Verantwortung für ihre Generation, oder auch die ihrer Eltern zu tragen und einen Weg zu finden, wie wir und zukünftige Generationen mit den Altlasten umgehen können.

Bis dahin bleiben wir unserem Motto treu: Nichts rein, nichts raus, kein Castortransport, egal wohin. Das Atomerbe bleibt bis auf Weiteres wo es ist.

Kontakt:

Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen
c/o Andreas Raschke
info@atomausstieg-sofort.de
www.atomausstieg-sofort.de

Mitmachen:

Kampagne Atomtransporte stoppen – Kein Castor nach Gorleben oder anderswo!
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=11192

Sonntag, den 09.03.2014, 13 Uhr Bahnhof Kircheim, Demonstration zum Fukushima Jahrestag zum AKW Neckarwestheim

http://neckarwestheim.antiatom.net/

Samstag, 22.03.2014. Demonstration Energiewende retten, Mainz/Wiesbaden

http://energiewende-demo.de/

Atomtransporte stoppen – Kein Castor nach Gorleben oder anderswo!

Die Gorleben-Geschichte ist reich an Beispielen, wie die Bevölkerung über wahre Absichten bei der Realisierung eines Nuklear-Komplexes getäuscht wurde. Jetzt droht ein weiteres Beispiel hinzu zu kommen: Bis Mitte des Jahres nämlich wollen Bund- und Ländervertreter klären, wo die restlichen 26 Castoren mit radioaktiven Abfällen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in Sellafield bzw. Cap de La Hague verbleiben.


Gorleben als Zielort für weitere Castor-Transporte scheide aus, versprach Peter Altmaier (CDU), versprach Rot-Grün in Hannover, das sei auf dem Hintergrund der angeblichen neuen Endlagersuche eine Frage des Vertrauens. Gorleben solle nicht weiter als Endlagerstandort zementiert werden, unterstrich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Im Gegenzug blieb Gorleben als Endlagerstandort bei dem angeblichen Neustart der Endlagersuche gesetzt.
Kein Castor nach Gorleben – eine Leimrute für den Widerstand?

Doch die Novelle des Atomgesetzes, die weitere Transporte nach Gorleben ausschließen sollte, enthält eine Lücke. Das geht aus einem Kurzgutachten von Greenpeace hervor, das der Diplomphysiker Wolfgang Neumann (intac) verfasste.

“Verfestigte Spaltproduktlösungen” sollten in kraftwerksnahen Zwischenlagern aufbewahrt werden, heißt es im novellierten Gesetzestext. Die fünf Castoren aus La Hague enthalten zwar Spaltprodukte, aber keine Spaltproduktlösungen. Es handelt sich um verfestigte Dekontaminations- und Spülwässer, das sind zwar auch Wärme entwickelnde Abfälle, aber eben keine Spaltproduktlösungen. Es handelt sich um Sekundärabfälle, die zum Beispiel beim Reinigen von Komponenten anfallen. Bei den MAW-Kokillen tritt praktisch keine Neutronenstrahlung auf und die Gammastrahlung beträgt weniger als ein Zehntel von HAW – Abfällen pro Castor. Das ist immer noch heftig: 100 Mal das Inventar der Asse II in einem Behälter. Da im Gesetzestext ausdrücklich „Spaltproduktlösungen“ steht, können Dekontaminations- und Spülwässer nicht davon erfasst sein, warnt der Wissenschaftler.
Lücke im Gesetz schließen

Ob diese Formulierung im Gesetzestext eine Unachtsamkeit war oder bewusst so hinein geschrieben wurde, spielt jetzt keine Rolle mehr. Von der niedersächsischen Landesregierung wie von der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwarten wir nun Rückgrat. Es reichen – auf dem Hintergrund von über 30 Jahren Lug und Trug – keine politischen Absichtserklärungen mehr, der Gesetzestext muss novelliert werden.

Die GNS bzw. die Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG) hatte bereits im Februar 2012 beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach § 6 AtG die Aufbewahrung von verfestigten mittelradioaktiven Abfällen (MAW-Glaskokillen) in Transport- und Lagerbehältern der Bauart CASTOR HAW28M im Transportbehälterlager Gorleben beantragt. Geplant war dieser Transport für das Jahr 2015. Ab dem Jahr 2016 sollten dann die 21 Behälter aus Sellafield in ein kraftwerksnahes Zwischenlager verbracht werden. Jetzt rudert die GNS zurück. Auf der Homepage der Atomfirma heißt es seit Kurzem, Gorleben würde nicht mehr angefahren. Doch auch das ist keine Lösung.

Solange die Endlagerfrage nicht geklärt ist, fordern wir, dass der angefallene Atommüll bleibt, wo er ist: Stoppt die Atommülltransporte. Nichts rein – nicht raus, lautet die Devise.

Unterstütze unsere Forderungen durch deine Unterschrift auf der Homepage der BI Umweltschutz Lüchow-Danneberg.

Positionspapier zu Atomausstieg, Energiewende, Endlagersuchgesetz + AKW-Rückbau

Freitag, 12. Oktober 2012

Positionspapier zu Atomausstieg, Energiewende, Endlagersuchgesetz + AKW-Rückbau

Thesen- und Positionspapier des Zusammenschlusses der südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen.

Atomausstieg sofort & dezentrale Energiewende jetzt!

Nach Fukushima hat die Bundesregierung zusammen mit der SPD und den Grünen in einer neuen Vier-Parteienkoalition den sog. Atomausstieg beschlossen. Statt sofortigem Abschalten aller Atomanlagen gab es für 9 Atomkraftwerke eine Laufzeitgarantie durch zugesicherte Strommengen. Nach jeder Bundestagswahl kann es weitere Laufzeitverlängerungen der AKWs geben.
Gleichzeitig wurde von dieser neuen Großkoalition bereits damals das Ausbremsen der dezentralen Energiewende zu Gunsten der Energiekonzerne gestartet. So wurde das jährliche Absenken der Fotovoltaik-Förderung, das einseitige Hochsetzen der off-shore Windförderung und das Senken der Förderung von Windenergie an Land beschlossen. Ausgebremst werden soll die weitere dezentrale Energiewende auf lokaler Ebene. Warum? Im ersten Halbjahr 2012 hat die regenerative Stromproduktion bereits einen Anteil von 25% erreicht! Dies gelang unabhängig von den Monopolstrukturen der vier Energiekonzerne vor allem durch dezentrale Fotovoltaik und Windanlagen.

Weitere Milliarden-Förderung für neue und alte Atomprojekte

Die Uranfabrik in Gronau erhielt trotz „Atommausstieg“ die Genehmigung, ihre Kapazitäten zu verdoppeln. Ebenso wurde die Brennelementefabrik in Lingen vom Atomausstieg ausgeklammert.
Die Bundesrepublik gibt für das unsinnige Großprojekt ITER-Fusionsreaktor in Cadarache in Frankreich weitere Milliarden aus. Die ursprünglichen Kosten stiegen von 4,5 Milliarden auf nunmehr 16 Milliarden Euro. Und die Bundesregierung garantiert weiterhin mit sogenannten Hermes-Bürgschaften Kredite zum weltweiten Neubau von Atomanlagen.
Im Kernforschungszentrum Karlsruhe (KIT Campus Nord) findet mit Unterstützung der Grün/Roten Landesregierung die Ausweitung der Atomforschung zukünftig sogar ohne
Kriegsforschungsverbot (sogenannte Zivilklausel) statt.

Schluss damit. Stilllegung sofort !
Stattdessen müssen regenerative und Speichertechnologien auf nationaler und internationaler Ebene gefördert werden!

Ein sicheres Atom-Endlager wird es nie geben! Atommüll – wohin damit ?

Statt sofortigem Atomausstieg wird täglich unter anderem in 9 Atomkraftwerken, der Urananreicherung in Gronau und den Forschungseinrichtungen weiterer hochgiftiger Atommüll produziert.
Verharmlosen, vertuschen, leugnen, das ist die politische Strategie seit es Atommüll gibt.
Keine weitere Atommüllproduktion – abschalten sofort!

Kurze Zusammenfassung zum Thema: Bisherige Entsorgung von Atommüll

Jahrzehntelang wurde Atommüll als „Entsorgung“ in die Plutoniumfabriken nach Sellafield in England und La Hague in Frankreich verschoben und kam in CASTOREN zurück.

Seit Jahrzehnten besteht das „Entsorgungskonzept“ aus zwei zentralen Zwischenlagern in Form von einfachen Hallen in Gorleben und Ahaus. Seit 1995 kommen noch die Energiewerke Nord in Lubmin/Greifswald als Abstellkammer hinzu.

An allen Atomkraftwerken wurden bis 2005 Standort- Zwischenlager für den hochradioaktiven Atommüll für 40 Jahre genehmigt. Hier wurde weiterer Atommüll in CASTOR-Behältern abgestellt.
Dort stehen sie, die CASTOR-Behälter und ihr strahlender Inhalt – wohin damit?

Vor Jahrzehnten wurde der Salzstock Gorleben aus rein politischen Gründen als zukünftiges Endlager ausgewählt. Geeignet war er aufgrund der geologischen Eigenschaften noch nie.
In Morsleben und in der ASSE wurde Atommüll jahrzehntelang unverantwortlich eingegraben, es wurde hochgiftiger Atommüll bewusst falsch deklariert. Jetzt werden Milliarden Steuergelder zur Sanierung beider Anlagen benötigt – und es ist weiterhin ungeklärt, wohin mit dem Atommüll?

Unsere Position ist: Keine weiteren Atommülltransporte!!

Der radioaktive Müll in den CASTOR Behältern bleibt dort, wo er ist: in den Zwischenlagern und an den AKW-Standorten.
Die Standort-Zwischenlager müssen bis zur Klärung der weiteren Aufbewahrung alle über die bisher genehmigten 40 Jahre betrieben werden.

Ein gefahrloser Rückbau der Atomkraftwerke zur grünen Wiese ist nicht möglich.
In jedem Atomkraftwerk befindet sich das radioaktive Material von vielen Atombomben. Jedes Atomkraftwerk hat viele tausend Tonnen verstrahltes Material in Form von Beton, Kunststoffen und Metallen. Und neben jedem Atomkraftwerk gibt es bereits ein Zwischenlager mit hochradioaktiven Brennstäben in den CASTOR-Behältern. Es steht heute schon fest, dass der Atommüll länger als die ursprünglich geplanten 40 Jahre an den AKW-Standorten bleiben wird. Und eine Reparatur, bzw. ein Umladen der CASTOR-Behälter kann bestenfalls im Reaktorgebäude durchgeführt werden.

Die Betreiber der Atomanlagen wollen jedoch mit Unterstützung der Aufsichtsbehörden nach der Stilllegung der AKWs durch den raschen Rückbau und die Weiterverwertung – auch von radioaktiv verstrahltem Material – eine unverantwortliche „Entsorgung“ durchführen.
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen kann nicht den Betreibern überlassen werden, da sie Profitinteressen immer vor Sicherheit stellen werden. Es darf keinen weiteren unverantwortlichen Umgang mit radioaktiven Stoffen zu Lasten unserer Gesundheit geben. Atommülltransporte von A nach B, die dann als sichere Entsorgung verkauft werden.

Der Atommüll bleibt am Standort.

Die Betreiber müssen unter strenger Aufsicht bereits in der Nachbetriebsphase, noch vor der Stilllegung, ein radioaktives Gesamtkataster der Anlage erstellen. Welche Teile der Anlage in welchem Umfang radioaktiv belastet sind. Im Kataster muss auch eine Bestandsaufnahme des gesamten radioaktiven Inventars der Anlage enthalten sein. Es muss eine Gesamtbestandsaufnahme der zu erwartenden radioaktiven Abfallmengen erstellt werden.

Ein falscher Rückbau durch Freiputzen und Freimessen von radioaktiven Teilen bis unter den Grenzwert darf nicht stattfinden. Zuerst muss ein Einschluss der Anlage erfolgen, der die weitere Kontrolle der radioaktiven Gefährdungen, die noch Jahre- und Jahrzehntelang durch die Atomanlage besteht, erst möglich macht. Anhand des radioaktiven Gesamtkatasters wird das langfristige Vorgehen transparent und öffentlich festgelegt. Der Atommüll bleibt bis zur Klärung der langfristigen weiteren Aufbewahrung vor Ort. Vorrangiges Ziel ist es, die Biosphäre vor radioaktiven Emissionen zu schützen.

Endlagersuchgesetz – nicht mit uns!

Auf Initiative der Grünen und mit aktiver Unterstützung der SPD will die schwarz/gelbe Bundesregierung das strittigste aller Atomthemen in der Öffentlichkeit vom Tisch bekommen: was geschieht mit dem für Jahrtausende strahlenden Atommüll?

In vertraulichen Gesprächen unter sechs Augen mit dem neuen Umweltminister Altmaier haben Gabriel/SPD und Trittin/Grüne den Weg zu einem Endlagersuchgesetz vereinbart. Damit soll vorgetäuscht werden, dass ein sicheres Endlager für den hochradioaktiven Atommüll gefunden werden kann, wenn man es nur „richtig sucht“!
So soll der bisherige unverantwortliche Betrieb von Atomanlagen nachträglich legitimiert werden, es wird der Weiterbetrieb von Atomanlagen, die weitere Atommüllproduktion und die unverantwortliche Lagerung von Atommüll verharmlost.
Aktuell sind wegen den anstehenden Wahlen diese Gespräche geplatzt. Parteipolitisches Kalkül, denn dieses Vorgehen zum Thema Endlagersuchgesetz wird sicherlich parteiübergreifend fortgesetzt.

Nicht mit uns! Zuerst muss sicher gestellt werden, dass keine weitere Atommüllproduktion mehr stattfinden kann – abschalten sofort!

Erst nach der Stilllegung aller Atomanlagen kann eine grundsätzliche Diskussion und Klärung zum weiteren Umgang mit dem vorhandenen Atommüll geführt werden. Noch ist nicht absehbar, was die beste weitere Vorgehensweise mit dem noch für Jahrtausende strahlenden Atommüll ist.

Weg mit diesem Endlagersuchgesetz – Gorleben muss vom Tisch!

Die gesamte bisherige Konzeption eines zentralen „Endlagers“ ist zu begraben. Denn ein „sicheres zentrales Endlager“ für den hochradioaktiven Atommüll wird es nie geben!

Es darf nie ein „Eingraben“ des Atommülls ohne Rückholbarkeit geben. Er muss ständig überwacht werden und behandelbar bleiben.

Keine weiteren Atommülltransporte, der Atommüll bleibt an den AKW-Standorten!

die südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen – laut Beschluss des letzten Delegiertentreffens im Oktober 2012

Bensheimer Erklärung zum Rückbau des AKW Biblis

Anti-Atom-Initiativen und weitere Organisationen und Einzelpersonen beschlossen am 15.2.2012 die Bensheimer Erklärung zum raschen und für die Öffentlichkeit transparenten Rückbau der beiden AKW-Blöcke in Biblis.

BENSHEIMER ERKLÄRUNG

“Die Vertreter/innen regionaler Verbände und Organisationen – wollen den schnellen Rückbau des AKW Biblis … bis zur „Grünen Wiese“ und bilden zu diesem Zweck einen Beirat. Dieser muss eine öffentliche, unabhängige Institution sein.

Wir wollen, dass RWE dazu:
a) den Antrag auf „Stilllegungsgenehmigung“ sofort stellt und,
b) so schnell wie möglich die Pläne für zu treffenden Maßnahmen, die Ablaufschritte und Stufen, den dafür erforderlichen Personaleinsatz und den zeitlichen Rahmen hierfür festlegt und veröffentlicht.
c) die Arbeiten am nichtnuklearen Bereich des Kraftwerks möglichst bald aufnimmt und das AKW für einen wirtschaftlichen Leistungsbetrieb unnutzbar macht.
d) die Verweilzeiten der Brennstäbe in den Abklingbecken solange gewährleistet, bis eine sichere Verbringung in Transportbehälter möglich ist, dürfen aber nicht darüber hinaus ausgedehnt werden.
e) den Abbau unter den höchstmöglichen Sicherheitsmaßstäben durchführt. Dabei steht für uns die Sicherheit der Bevölkerung in der Region und der beteiligten Arbeitskräfte im Mittelpunkt.
f) die Lagerung der beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle auf dem Werksgelände solange ermöglicht, bis eine Endlagerung einvernehmlich und in einer vor Ort akzeptierten Weise möglich ist.

Wir wollen alle dafür notwendigen Schritte öffentlich und kritisch begleiten, um diesen Prozess so schnell wie möglich und ohne Verzögerungen voran zu bringen und abzuschließen.

Die Zeit der Atomwirtschaft ist vorbei. Die wirtschaftlichen und politischen Verantwortlichen müssen sich der Verantwortung für die sichere Beseitigung ihrer für Jahrmillionen strahlenden Hinterlassenschaften stellen.
Wir werden dafür sorgen, dass es voran geht!”

Links:
AK.W.ende
atomkraftENDE.darmstadt

Aus gegebenem Anlass

Huch? Hier gehts ja gar nicht um Atomkraft! Sondern um ein komplett anderes Thema!

Ein komplett anderes Thema?

Nein! Betroffen sind wir alle:

+++ Südflügel in Gefahr +++ Info aus Stuttgart +++ Südflügel in Gefahr +++

Offener Brief an alle Bewegungen in Deutschland

Liebe Menschen in den unterschiedlichsten Bewegungen unseres Landes,
wir, die Kopfbahnhof-Freunde, haben am 27.11. fast einen KO-Schlag eingesteckt – von langer Hand geplant und mit aller Macht durchgezogen – aber wir sind noch immer da und wir versuchen, neue Wege zu gehen und noch nicht Dagewesenes zu initiieren. Der Text ist lang und wir bitten Euch darum ein paar Minuten zu investieren – es bedeutet uns viel und kann für viele von Bedeutung werden in der Zukunft, denn es geht in Stuttgart um weit mehr als einen Bahnhof.

Wir bitten um Eure aktive Unterstützung, kommt alle ab dem 07.01.2012 nach Stuttgart, um unseren Schlossgarten und den Südflügel des Kopfbahnhofs zu retten. Helft uns, den Schlossgarten zu besetzen, bevor die Baumfäller und Bagger anrücken. Helft uns, uns massenweise im Schlossgarten niederzusetzen und eine Räumung so unmöglich wie noch nie zu machen – friedlich und gewaltfrei. Ihr helft den Stuttgartern, die den 30.09. noch immer nicht verwunden haben, zivilen Ungehorsam zu leisten, weil sie sehen und spüren, dass sie nicht alleine sind. Kommt mit Euren Anliegen und Euren Plakaten in unseren Schlossgarten; zeigt, für welche Stadt, welchen Landstrich, welche Bewegung Ihr steht. Seid zusammen mit uns ein Leuchtfeuer für Menschlichkeit, für ein Miteinander der Menschen, das jede Spaltung zu überwinden vermag, für ökologisches Handeln und Wirtschaften. Den vollständigen Brief können sie in der PDF Version lesen.

+++ Südflügel in Gefahr +++ Info aus Stuttgart +++ Südflügel in Gefahr +++

Castor-Südblockade 2011 – Graswurzel.tv

Castor-Südblockade 2011 – Der zweite Anlauf.


25.11.2011 Aufgrund der Information, dass der Castor-Transport nicht wie vorerst angenommen über Berg gen Gorleben rollen würde, versammelten sich die Teilnehmer_innen der Südblockade spontan vor dem Dom zu Speyer am Freitagmorgen. Hier hielten sie eine Mahnwache, um von diesem Punkt aus strategisch geschickt die Castor-Transportstrecke zu erreichen, um ihre Blockade durchzuführen. Continue reading ‘Castor-Südblockade 2011 – Graswurzel.tv’

Der Castor kommt früher? Die Igel sind trotzdem schon da!

Südblockade bereits am Donnerstag, 24. November!


Südblockade 2011 – Castor stoppen – Atomausstieg sieht anders aus!

Wann der Castor jetzt wirklich an der Grenze ankommt, lässt sich nicht sicher sagen. Sicher ist, er wird bereits bei seiner Abfahrt in Valognes auf heftigen Protest treffen, und so soll es auch auf der Fahrt durch Frankreich weitergehen! Zurecht sehen auch die französischen Behörden den reibungslosen Ablauf beim Transport gefährdet.

Bestätigt ist, dass die Abfahrt des Castor um 24 Stunden vorgezogen werden soll – d.h. dass der Zug in Valognes bereits am Mittwoch, den 23.11., um 14:36 Uhr starten soll.

Südblockade bereits am Donnerstag, 24.11.! Continue reading ‘Der Castor kommt früher? Die Igel sind trotzdem schon da!’

Wir kommen zum Zug – Wir stoppen den Castor vor Lüneburg

Nicht alle Leser_innen dieser Seite leben im SüdWesten. Und nicht alle glauben, dass der Castor dieses Jahr spätestens angesichts der Südblockade umdreht.

Deswegen erlauben wir uns auf eine weitere Blockadeaktion vor Gorleben aufmerksam zu machen.

Unter dem Motte:„ Wir kommen zum Zug – Wir stoppen den Castor vor Lüneburg“ wollen Lüneburger Aktionsgruppen (Castor Plenum Lüneburg) eine Menschenblockade auf der Castor Transportstrecke zwischen Uelzen und Winsen durchführen.
Zitate über die geplante Lüneburger Aktion:
„Wenn wir die Gleise betreten, sind wir uns der Gefahren bewusst. Während unserer Blockade handeln wir besonnen und achten aufeinander. Diese Aktion verlangt viel von uns. Wir müssen uns gut vorbereiten und an unsere Absprachen halten. Wir beginnen unsere Blockade erst, wenn die Strecke gesichert ist.“

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“Nein, es ist nicht unser Müll!”

Offene Antwort der Südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen auf den offenen Brief von Greenpeace vom 26. Oktober 2011

Hallo Greenpeace, hallo Thomas Breuer, hallo Heinz Smital, hallo Tobias Riedl, hallo Mathias Edler, hallo Tobias Münchmeyer,                                              

01.11.2011

Ihr habt in einem offenen Brief die von uns kritisierten Positionen wiederholt und bekräftigt. Wir nehmen diese Äußerungen von Euch sehr ernst!

Continue reading ‘“Nein, es ist nicht unser Müll!”’

Greenpeace – Statement zur “Philippsburg-Forderung”

Mit einem offenen Brief hat Greenpeace am 26.10. auf unsere öffentlich formulierte Kritik an der Forderung, den Castor nach Philippsburg zu schicken (“Greenpeace hilft Atomindustrie aus der Patsche“), reagiert.
Wir dokumentieren das Schreiben in diesem Artikel.

Continue reading ‘Greenpeace – Statement zur “Philippsburg-Forderung”’